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Greenpeace zeigt in Ausstellung die Tiefsee als einzigartigen Lebensraum

Rostocker Aktivisten suchen vom 9. bis 19. August Aufmerksamkeit für das Thema Tiefsee-Bergbau

Vom 9. bis19. August 2022 präsentiert der Rostocker Hof eine Ausstellung über die Tiefsee, die von Greenpeace Rostock konzipiert und organisiert wurde. Die 14
ehrenamtlichen Aktivisten der Hansestadt möchten mit der Schau auf den
einzigartigen Lebensraum der Weltmeere aufmerksam machen, der faszinierend und doch kaum erforscht ist. Was die Bedingungen in der Tiefsee so unwirtlich
erscheinen lässt, sind ewige Dunkelheit und der enorme Wasserdruck. Aber selbst
in den tiefsten Seegräben gibt es vielfältiges Leben, meterlange Röhrenwürmer,
bizarre Fische, räuberische Krebse und elegante Seefedern. Seine tiefste Stelle
erreicht der Meeresgrund bekanntlich mit über 11.000 Meter im Marianengraben.
Von der Tiefsee spricht man bereits ab 800 Meter Tiefe.

„Die Ausstellung ist als Weckruf gedacht. Denn die Ökosysteme der Tiefsee sind in
ihrer Artenvielfalt bedroht. Es steht zu befürchten, dass schon ab nächstem
Jahr der Tiefseebergbau an Fahrt gewinnt“, sagt Clemens Abraham (20), der in
Rostock Biologie studiert. Florian Becker (35), Meeresexperte der Rostocker
Aktivsten, ergänzt: „Metalle und seltene Erden, auf die sich das wirtschaftliche Interesse in der Tiefsee richtet, sollen u.a. an Hydrothermalquellen abgebaut werden.“ Die Tiefsee-Bergbauindustrie suggeriere, dass der Abbau essentiell für eine nachhaltige Zukunft sei, zum Beispiel für die Elektromobilität und die Digitalisierung. Auch Deutschland habe angesichts nicht vorhandener Rohstoffe ein Interesse am Abbau von marinen Erzvorkommen, vor allem an Manganknollen, kobaltreichen Eisen-Mangankrusten und Massivsulfiden.

Greenpeace zeige jedoch, so Sprecher Florian Becker, dass die Kreislaufwirtschaft durch nachhaltiges Produktdesign, Recht auf Reparatur und Förderung von Recycling die Rohstoffnachfrage decken kann. „Tiefseebergbau braucht es für die künftige Rohstoffversorgung schlichtweg nicht“, unterstreicht Becker. Trotzdem zeichnet sich ab, dass die international agierenden Behörden zum Schutz der Meeresböden den großen Konzernen nachgeben werden und die Rahmenbedingungen zum Erhalt der Artenvielfalt nicht streng genug gefasst werden.

Wer mit den Rostocker Greenpeace-Aktivsten persönlich ins Gespräch kommen möchte, ist zur Eröffnung am 9. August von 10.00 bis 12.00 Uhr im Atrium des Rostocker Hofes herzlich eingeladen. Auch am 11. August sind ehrenamtliche Mitarbeiter von 12.00 bis 13.00 Uhr vor Ort.

Bildtext: Die Lila Stachelqualle (Pelagia noctiluca) lebt in der Tiefsee. Foto: Greenpeace/ Gavin Newman

Werbegemeinschaft Galerie Rostocker Hof GbR
Schwaansche Straße 6a
18055 Rostock